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Welche Pflanzen sollte man im August zurückschneiden?

Inhaltsverzeichnis

Im August können Sie viele Stauden, Sommerblüher, Kräuter und Hecken zurückschneiden. Dazu gehören unter anderem Lavendel, Rosen, Geranien, Storchschnabel und viele mediterrane Kräuter wie Thymian und Salbei. Der richtige Zeitpunkt und die richtige Schnitttiefe hängen von der jeweiligen Pflanze ab. Die folgenden Fragen und Antworten helfen Ihnen, den August-Rückschnitt in Ihrem Garten sicher und pflanzengerecht durchzuführen.

Welche Pflanzen profitieren von einem Rückschnitt im August?

Viele Gartenpflanzen profitieren von einem Rückschnitt im August, weil sie dadurch kompakter wachsen, neue Triebe bilden und sich besser auf den Herbst vorbereiten. Zu den wichtigsten Kandidaten zählen Lavendel, Rosen, Storchschnabel, Geranien, Sommersalbei, Thymian sowie viele Heckengehölze wie Liguster und Hainbuche.

Stauden und Sommerblüher

Verblühte Stauden wie Storchschnabel (Geranium) lassen sich nach der ersten Blüte kräftig zurückschneiden. Das regt eine zweite Blütewelle im Spätsommer an. Auch Rittersporn, der bereits abgeblüht ist, dankt einen Rückschnitt auf etwa zehn Zentimeter Höhe mit einem neuen Austrieb. Pelargonien und Sommergeranien können Sie im August um ein Drittel einkürzen, damit sie bis in den Herbst kompakt und blühfreudig bleiben.

Rosen und Hecken

Rosen, die im Sommer mehrfach blühen, profitieren im August von einem leichten Rückschnitt der verblühten Triebe. Schneiden Sie dabei direkt über einem nach außen zeigenden Blatt mit fünf Blättchen. Heckengehölze wie Liguster, Hainbuche oder Feldahorn vertragen einen zweiten Formschnitt im August gut. So bleiben sie dicht und gepflegt bis zum Winter. Wichtig ist, dass Sie spätestens Anfang September damit fertig sind, damit neue Triebe vor dem Frost noch ausreifen können.

Welche Pflanzen sollte man im August NICHT schneiden?

Pflanzen, die im Spätsommer und Herbst blühen oder bereits Knospen für das nächste Jahr gebildet haben, sollten Sie im August nicht schneiden. Dazu gehören Hortensien (bestimmte Sorten), Clematis der Gruppe 1, Rhododendron sowie spät blühende Stauden wie Astern und Sonnenhut.

Hortensien der Sortengruppe, die am alten Holz blüht (zum Beispiel Bauernhortensie und Tellerhortensie), haben im August bereits die Blütenknospen für das kommende Frühjahr angelegt. Ein Rückschnitt jetzt würde die nächste Blüte gefährden. Gleiches gilt für Rhododendron: Die Knospenanlage für das nächste Jahr ist im August bereits abgeschlossen. Wer jetzt schneidet, riskiert eine deutlich ärmere Blüte im Frühjahr 2027.

Auch Obstbäume sollten Sie im August nur sehr vorsichtig und gezielt auslichten, wenn überhaupt. Starke Schnittmaßnahmen im Hochsommer können Pilzinfektionen begünstigen, weil die Wunden bei Hitze und Feuchtigkeit schlecht verheilen. Spät blühende Stauden wie Herbstastern, Sonnenhut (Echinacea) und Fetthenne (Sedum) stehen im August kurz vor ihrer Blüte. Hier gilt: Hände weg und die Blüte genießen.

Wie schneidet man Lavendel und Kräuter im August richtig?

Lavendel schneiden Sie im August direkt nach der Blüte zurück, indem Sie die verblühten Stiele und etwa ein Drittel des diesjährigen Triebs entfernen. Schneiden Sie dabei nie ins alte, verholzte Holz. Mediterrane Kräuter wie Thymian, Salbei und Oregano kürzen Sie nach der Ernte um etwa ein Drittel ein, um kompaktes Wachstum zu fördern.

Lavendel richtig schneiden

Der August ist der ideale Monat für den Lavendelschnitt, weil die Blüte abgeschlossen ist und die Pflanze noch Zeit hat, vor dem Winter neue Triebe zu bilden. Schneiden Sie mit einer scharfen, sauberen Schere direkt unterhalb der verblühten Ähren. Gehen Sie dabei bis ins hellgrüne, weiche Holz, aber niemals tiefer ins verholzte, graue Stammholz. Lavendel treibt aus altem Holz nicht mehr aus und würde dauerhaft geschädigt.

Mediterrane Kräuter im Sommer schneiden

Thymian, Salbei, Oregano und Rosmarin vertragen einen Rückschnitt nach der Haupternte im August gut. Kürzen Sie die Triebe um maximal ein Drittel ein. Auch hier gilt: Verholzte Bereiche besser stehen lassen. Basilikum hingegen schneiden Sie regelmäßig über einem Blattpaar zurück, damit er buschig bleibt und nicht in die Blüte schießt. Minze können Sie im August großzügiger zurückschneiden, da sie sehr regenerationsfreudig ist und schnell wieder austreibt.

Wann ist der beste Zeitpunkt für den Rückschnitt im August?

Der beste Zeitpunkt für den Rückschnitt im August ist an einem trockenen, bewölkten Tag, möglichst am Morgen. Vermeiden Sie Schnittarbeiten bei starker Mittagshitze und direkter Sonneneinstrahlung, da offene Schnittstellen bei großer Hitze austrocknen und Pflanzen unter Hitzestress stärker leiden.

Trockenes Wetter ist aus einem weiteren Grund wichtig: Feuchtigkeit an frischen Schnittstellen begünstigt Pilzkrankheiten und Fäulnis. Wenn Sie morgens schneiden, haben die Schnittstellen den Rest des Tages Zeit, an der Luft abzutrocknen. Bei Rosen ist es besonders ratsam, nach dem Schnitt auf Regen zu achten: Staunässe an der Schnittstelle kann Pilzinfektionen wie Botrytis fördern.

Für Hecken gilt: Der zweite Heckenschnitt im August sollte spätestens Anfang September abgeschlossen sein. Neue Triebe brauchen mehrere Wochen, um vor dem ersten Frost auszureifen. Schneiden Sie zu spät, sind die frischen Triebe frostempfindlich und können bei frühem Wintereinbruch Schaden nehmen.

Was passiert, wenn man Pflanzen im August zu stark zurückschneidet?

Ein zu starker Rückschnitt im August kann Pflanzen dauerhaft schwächen. Wenn Sie zu tief ins alte Holz schneiden oder mehr als die Hälfte der Blattmasse entfernen, fehlt der Pflanze die Grundlage für die Fotosynthese. Sie kann sich bis zum Winter nicht mehr ausreichend erholen und geht geschwächt in die Kältephase.

Bei Lavendel und anderen verholzenden Kräutern ist ein zu tiefer Schnitt ins alte Holz besonders problematisch, weil diese Pflanzen aus verholzten Bereichen kaum noch austreiben. Das Ergebnis ist eine kahle, unförmige Pflanze, die im schlimmsten Fall abstirbt. Rosen, die zu stark zurückgeschnitten werden, reagieren oft mit einem überstürzten, weichen Neuaustrieb, der besonders anfällig für Spätfrost und Pilzkrankheiten ist.

Auch Hecken können durch einen zu radikalen Schnitt im Hochsommer leiden. Wenn Sie mehr als ein Drittel der Blattmasse auf einmal entfernen, gerät die Pflanze unter Stress und ist anfälliger für Schädlinge und Trockenheit. Die Faustregel lautet: Im August lieber weniger schneiden und im Frühjahr, wenn die Pflanze voller Energie ist, stärkere Korrekturen vornehmen.

Sollte man nach dem Rückschnitt im August düngen oder wässern?

Nach dem Rückschnitt im August sollten Sie Pflanzen gut wässern, aber auf stickstoffreiche Dünger verzichten. Stickstoff regt starkes, weiches Blattwachstum an, das vor dem Winter nicht mehr ausreifen kann und frostempfindlich ist. Wässern hingegen unterstützt die Regeneration und hilft der Pflanze, die Schnittstellen zu versorgen.

Wenn Sie düngen möchten, greifen Sie im August zu kaliumbetonten Herbstdüngern. Kalium stärkt die Zellwände, fördert die Winterhärte und hilft Pflanzen, Frost besser zu überstehen. Für Rosen und Stauden ist ein Herbstdünger mit erhöhtem Kaliumanteil nach dem letzten Rückschnitt im August sinnvoll. Stickstoffhaltige Volldünger sollten Sie ab Mitte August nicht mehr einsetzen.

Beim Wässern gilt: Gießen Sie nach dem Schnitt tief und gründlich, damit das Wasser bis zu den Wurzeln gelangt. Oberflächliches Gießen bringt wenig und fördert flaches Wurzelwachstum. Besonders an heißen Augusttagen verlieren frisch geschnittene Pflanzen schnell Feuchtigkeit über die Schnittstellen. Gießen Sie am besten abends oder früh morgens, damit das Wasser nicht sofort verdunstet.

Gartenpflege im August mit Mein SACHER

Der August ist ein arbeitsreicher Monat im Garten: Rückschnitte, Bewässerung, Düngung und die Vorbereitung auf den Herbst wollen koordiniert und fachgerecht erledigt werden. Wir von Mein SACHER übernehmen genau das für Sie. Als Ihr Ansprechpartner vor Ort behalten wir Ihren Garten kontinuierlich im Blick und kümmern uns darum, dass die richtigen Maßnahmen zum richtigen Zeitpunkt durchgeführt werden.

  • Fachgerechter Rückschnitt: Wir schneiden Lavendel, Rosen, Kräuter und Hecken pflanzengerecht und termingerecht zurück.
  • Bewässerung und Nachsorge: Nach dem Schnitt sorgen wir für die richtige Versorgung Ihrer Pflanzen mit Wasser und geeigneten Herbstdüngern.
  • Ganzjährige Betreuung: Wir koordinieren alle Gartenpflegemaßnahmen über die gesamte Saison und organisieren bei Bedarf die richtigen Fachleute.
  • Proaktiver Service: Wir erkennen Handlungsbedarf frühzeitig und informieren Sie, bevor Probleme entstehen.

Wenn Sie Ihren Garten das ganze Jahr über professionell und zuverlässig betreut wissen möchten, ist unser Gartenpflege-Abo die passende Lösung. Sprechen Sie uns an und wir finden gemeinsam das richtige Betreuungspaket für Ihren Garten.

Stefan Sacher - Mühlhausen, Gera, Eisenach, Duderstadt, Bad Langensalza, Leinefelde
Stefan Sacher
Geschäftsführer

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